Längst sind es nicht mehr nur die Bündnerinnen und Bündner, die der festen Überzeugung sind, dass die Herrschaft abgesehen vom Burgund das beste Terroir für Pinot Noir hat. «Wenn man das Preis- Leistungsverhältnis berücksichtigt, sind wir sogar besser als die Burgunder», sagt Micha Davaz mit Nachdruck. Den Grundstein des Erfolgs bilden die kalkhaltigen, durchlässigen Böden, die einen hohen Anteil an Bündner Schiefer aufweisen. Die andere wichtige Zutat ist das ideale Klima, das von viel Sonnenschein, dem Föhn und den enorm wichtigen, grossen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht geprägt ist.
Micha und Luca sind – zusammen mit ihren vier Schwestern – auf dem Weingut aufgewachsen, das ihr Grossvater in den 1970er Jahren gegründet hat. Es liegt zwischen Fläsch und Maienfeld, ziemlich abgelegen und mitten in den Reben. Eine Idylle? «Wir mussten schon früh mitanpacken, hatten aber auch Spass dabei. Zum Beispiel fuhr ich schon mit 10 Jahren mit dem Traktor im Weinberg auf und ab. Später als Teenager fand ich es dann nicht immer so toll, wenn ich samstags oder in den Schulferien schon früh am Morgen bereitstehen sollte», gesteht Micha. So mühsam es war, nach dem Ausgang im Weinberg antraben zu müssen, so dankbar sind die beiden heute für die reichliche Erfahrung, die sie dabei sammeln konnten. Sie haben den Pinot Noir im Blut und sind tief verwurzelt mit dem einzigartigen Terroir. Seit dem Jahr 2016 vinifiziert von Salis einzelne Weinberge aus der Bündner Herrschaft – mit grossem Erfolg. So gewannen sie 2018 unter anderem den begehrten Grand Prix du Vin Suisse in der unumstrittenen Königsdisziplin Pinot Noir. Die Töfflibuebe befinden sich also definitiv auf der Überholspur!




